Die dialektische Wahrheit – Und das ungeteilte Wissen
Die Wahrheit jeder Aussage ist immer auch Grenzraum, zwischen allem, was man gewusst haben wollte, und allem, wovon man glaubte, dass man es gewusst haben würde. Nicht jedes gesprochene Wort, sprach es nicht von der unwiderlegten Wahrheit. Das Ruhen im Redefluss, barg es als Schweigen keine Verneinungen an all dessen, was man nicht zu wissen vermochte. Wäre das Verlangen nach Erkenntnis, nicht die irrige Annahme, dass diese nicht stets über der Wahrheit gestanden haben müsste. Nicht sogar, eine weitaus größere Akzeptanz erforderte, von allem, was man nicht wissen konnte, also, als der Wille, die Unwissenheit zu verstehen.
Wonach es ein für sich selbst nicht länger erwidertes Vertrauen darauf zu setzen galt, dass auch Unwissenheit über die Zukunft herrschte, die es als nicht endlich, noch im Dasein des Vergangenen zu betrachten galt. Die sich nicht alleine für sich abspielte, wie das Zeugnis über alles Geschehene, dass keinem Menschen ein Wissen wie sein eigenes wäre. Wie das Erreichen jeden Ortes, der das Leben umgab, zu dem es galt zurück zu kehren, so, dass die Gegenwart keine Schwäche gewesen sein müsste. Wenn es sie nicht für jeden Menschen zu teilen gelte, weil jeder auf das Wissen angewiesen sein dürfte.
Dessen sich erwidert zu haben, selbstredend, was nicht alles wahr sein würde, um nicht mehr weiter vom Gegenteil auszugehen, wie weit man sich auch davon entfernt haben wollte, als nicht schon beharrlich darauf zu bestehen, auf jede Antwort längst zu pochen, von der kein Mensch alleine wissen konnte. Wonach nichts an einem Anfang stand, als nicht jede Form des Gegenwart, in einem wohl behaltenen Geiste. Die im Glauben weiter vorangeschritten sein würde, als die Antwort auf die Frage, welcher der eigenen Ansichtsweise nicht genügte, dass es auch für jeden anderen Menschen gereicht haben könnte.
Lag die Wahrheit nicht auch in der Zurückhaltung, nicht wider allen Erwartens, das alles immerzu Gleiche zu offerieren, dass es sich einem nicht selbst offenbarte, indem man vorgab, dass sich alles stetig im Werdegang der Zeit, wie so manches Vergessen, immer wieder wiederholen ließe. Um in der Überzeugung dessen, über die Dinge, den Menschen hinwegzusehen. Gab man nicht vor etwas wissen zu können, was das Wissen, was nicht das Schweigen wäre, um sich einander anzuvertrauen.
Weil nicht jeder alles zu wissen vermochte, dass es gegenwärtig nicht das eigene Wissen wäre. Wenn es galt abzuwarten, entstanden an der erwiderten Freiheit, als gebotene Möglichkeit, auch zugehört haben zu können. Bei manchem Überfluss an erwarteten Interaktion, der Schnelllebigkeit innerhalb moderner Strukturen, die vor mancher guten Unterredung, vor mancher Mitteilung noch zurück geblieben waren. Bei einem sich beinah selbst geläufigen Wissen, dass die Gegenwart, wie man selbst, nicht unlängst wieder weiter gewesen wäre, wie der Verstand es nochmals geglaubt haben wollte, um in der Unterscheidung dessen, wirklich etwas wissen zu können.
Das Träumen vom Geiste jener Zeiten, die für sich alles geboten haben würden, was in allem, was man nicht zu wissen vermochte, nicht weitergegeben worden sein dürfte, als nicht von Angesicht zu Angesicht, von Meinung zu Meinungen, im selbst unausgesprochenen Namen der Wahrheit. Die bei aller Unwissenheit noch dazwischen gelegen haben konnte.
Wie weit würde das Wissen gereicht haben können, dass es nicht immer in der Gegenwart entstanden gewesen wäre, auf welcher alles Neue beruht haben würde. Und auf alles nicht zurück zu führen wäre, was nicht vergessen gewesen sein würde, auf althergebrachte Meinungen, auf Errungenschaften, dass sie nicht vereint darin wären, nach der Antwort noch zu suchen, stellte man nur die richtigen Fragen. Nicht alles, das sich der Zuversicht wähnte, wäre es wirklich wahr gewesen.
Die Freiheit im Denken, keinem falschen Vorbehalt zu unterliegen, dass die Wahrheit leichter sei, als nicht jedes ungeteilte Wissen. Die Redekunst, die sich darauf besonnen haben wollte, teilte in ihren Aussagen keine Überzeugungen, die nicht bereits wahr gewesen waren. Wenn das Zeitliche sich darin versprach, dass man es nur so geglaubt haben wollte.
Im Verborgenen läge keine Wahrheit, an nicht unausgesprochenen Wahrheiten, versagte man sich nicht jener Überzeugungen. Die nicht außerhalb einer für sich gesehenen Gewissheit über Anerkennung zu sehen gewesen wären, was man nun zu schätzen gewusst haben wollte. Das frei gesprochene Wort, dass es andere Überzeugungen nicht bereits teilte. So lag das Geheimnis darin, die Ruhe ausgestrahlt zu haben, bei allem Nichtwissen, dass jegliche Überzeugungen nicht wahr gewesen wären. Wenn die Erwartungen an all jenes es auch vorausgesetzt haben würden.
Volle Kraft entfaltete jene Aussage, die wohlbedacht darin gewählt sein wollte, nicht alles zu wissen, nicht jedes Wort zu kennen, dass in der Gegenwart des Redens stand. Wenn nichts anderes wahr gewesen wäre, weil Meinungen, wie offene Fragen aus Überzeugung niemals wahr gewesen wären. Dürfte es anderseits nicht heißen, die Endlichkeit im Überdauern mancher Ungereimtheiten, in der Beständigkeit von Ehrlichkeit zu verstehen, um sich sicher darin geworden zu sein, nicht jeder Teil des eigenen Denkens, wäre unweigerlich wahr gewesen. Und nicht alles, was je gesagt worden wäre.
Nicht in die Federn gelegt, wäre das Schicksal alles Wissen, hineingeworfen in die Waagschale, um die Wahrheit zu erkennen. Wenn man sie manch schweren Wortes auch nicht auszusprechen vermochte. Um Klarheit darin zu finden, wie in manchem Getöse etwas Wahres gewesen wäre. Wenn die Stille, die Ruhe nicht widergegeben haben würde, das Schicksal, wäre es nicht von manchen Schwankungen geprägt.
Denn manche Unwissenheit hieße nicht, die Falschheit hinzunehmen, die in manchem Verborgenen scheinbar vor sich hin schlummerte. Die eigentlich immer urplötzlich zum Vorschein gekommen sein müsste, um jene Ruhe zu stören. Die nicht Geleit eines freien Gewissens wäre, in Übereinkunft dessen, nicht alles vorweg genommen zu haben, dass es doch eigentlich das Leben wäre.


